Priznani avstrijski germanist, zgodovinar in kulturni teoretik Clemens Ruthner, ki je trenutno gostujoči profesor na Oddelku za germanistiko na Filozofski fakulteti Univerze v Ljubljani, bo 10. maja 2018 ob 18. uri v Modri sobi v pogovoru z zgodovinarjem Rokom Stergarjem in germanistko Ireno Samide predstavil svojo najnovejšo knjigo "Habsburški temni kontinent: postkolonialna branja avstrijske literature in kulture v dolgem 19. stoletju. Pogovoru, ki bo potekal v nemščini, sledi pogostitev, ki jo omogoča Avstrijski kulturni forum. 
Prijazno vabljeni! / 

Der Kulturwissenschaftler, Germanist und Historiker Clemens Ruthner präsentiert am 10. Mai 2018 um 18 Uhr im Blauen Salon im Gespräch mit dem Historiker Rok Stergar und der Germanistin Irena Samide sein neuestes Buch "Habsburgs "Dark Continent": Postkoloniale Lektüren zur österreichischen Literatur und Kultur im langen 19. Jahrhundert.

Anschließend folgt ein Buffet, veranstaltet vom Österreichischen Kulturforum. 
Herzlich willkommen!

Mehr zum Buch: 
Was kann die Germanistik als Literatur- und Kulturwissenschaft von den sogenannten Postcolonial Studies in Bezug auf das imperiale Österreich im langen 19. Jahrhundert von 1815 bis 1914 lernen? Es ist ein meist unhinterfragtes Mantra der Habsburg-Forschung, dass die k.u.k.-Monarchie keine Überseekolonien besaß und in ihrem inneren Identitätsmanagement richtungsweisende Ansätze für den Multikulturalismus der Gegenwart aufwies: Doch ist nicht die Okkupation Bosnien-Herzegowinas 1878 (und die Annexion 1908) die letzte fatale Expansion des niedergehenden Reiches in vielerlei Hinsicht vergleichbar mit der britischen Herrschaft über Indien?
Die vorliegende Monografie geht nicht nur dieser Frage nach. Im Anschluss an eine ausführliche theoretische Diskussion existierender germanistischer und anderer AuseinanderSetzungen mit dem Kolonialismus (z. B. anhand von Kafkas Strafkolonie) sowie einer kritischen Neubestimmung der Imagologie als Methodik literatur- und kulturwissenschaftlicher Forschung werden auch andere Fallstudien präsentiert. Sie zeigen koloniales Fantasieren und Begehren anhand zentraler und bisher in dieser Hinsicht unerforschter deutschsprachiger Literatur aus dem alten Österreich auf: Franz Grillparzers Trilogie Das goldene Vließ und seine ReiSetagebücher ist eine interkulturelle Odyssee durch später so genannte spätere Kakanien; Peter Altenbergs Ashantee entspringt einem Kontakt mit einer afrikanischen 'Völkerschau' im Wiener Prater 1896; Alfred Kubins Die andere Seite (1908) erschließt sich als koloniale Allegorie auf die Donaumonarchie in ihrer Spätphase. Im Anschluss an eine kritische Zusammenschau der Befunde soll abschließend auch das Verhältnis von postkolonial und postimperial in Bezug auf das posthabsburgische Zentraleuropa erörtert und die Forschungen des Autors in den letzten 15 Jahren konklusiv zusammengefasst werden.Prezentacija

ODDELEK ZA GERMANISTIKO
Z NEDERLANDISTIKO IN SKANDINAVISTIKO

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